Hochwertige Bürostühle
Ich weiß sehr genau, warum ich hierzu damals die Empfehlung gab nur „hochwertige(!), passgenaue Bürostühle“ zu kaufen. Das hat er jetzt davon >:-)
PS: Mein privater Schreibtischstuhl steht nicht ohne Grund auch nach fast 15 Jahren immer noch bei mir (ok, wurde zwischendurch mal neu bezogen und die Mechanik geölt).
Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz
Ah, endlich eine neue Version des Natural Keyboards. Werde ich gleich mal in den nächsten PC-Markt schlappen und probeklappern. Bei mir kommt nämlich aus ergonomischen Gründen seit Jahren nichts anderes auf den Tisch. – Kollegen und Bekannte mokieren sich zwar immer wieder über meinen Arbeitsplatz (s. u.), dafür habe ich auch nach mehr als zwanzig Jahren Bildschirmarbeit keine Sehnenscheidenentzündungen, Rücken- oder größere Augenprobleme. Insofern: Lachen ist in diesem Falle ungesund.
Die erste Tastatur mit geteiltem Tastenfeld brachte Microsoft im Jahr 1996 auf den Markt.
[ via: golem.de ]
Man beachte die (mal wieder) sehr hitzig geführte Diskussion in den Foren von Golem. Wer Arbeitsplatz-Ergonomie für Geldschneiderei hält oder glaubt, dass sie sich nur in Firmen lohnt, der kann einen gesunden Körper (noch) nicht wirklich schätzen.
Meine persönlichen Empfehlungen dazu ergeben sich aus den schon genannten zwanzig Jahren regelmäßiger Computerarbeit, viel Ausprobieren und dem guten Gefühl auch heute noch ohne größere Anstrengungen einige Stunden vor einem Rechner ausharren zu können:
- Es beginnt mit einem hochwertigen(!), passgenauen Bürostuhl mit hoher Rückenlehne und Armstützen.
- Bildschirmoberkante unter(!) Augenhöhe. Für mich hat sich eine Monitorposition fast schon unterhalb der Schreibtischoberfläche als optimal herausgestellt. Der Nacken bleibt so entspannt und muss beim Blickwechsel Tastatur/Vorlage/Bildschirm nicht so stark geneigt werden.
- Natural Keyboard für eine natürliche Handhaltung und entspannte Handgelenke. Gelkissen für Maus und ggf. Tastatur machen das Arbeiten noch angenehmer.
- Da ich während der Arbeit am Bildschirm viel telefoniere, gehört für mich unbedingt ein Headset (am besten schnurlos) dazu.
Ist Ihnen alles zu teuer? Sie wollen von Ihren Kollegen nicht ausgelacht werden? – Nun ja, was ist Ihnen ein gesunder Körper ohne Rückenbeschwerden und Augenleiden wert?
Auf jeden Fall vermeiden: Teile der Ausstattung gewinkelt zum Körper aufstellen (Monitor in Schreibtischecke), falsche Abstände wählen (Tastatur auf Halterung über Schreitischebene), Zugluft (Klimaanlage) und Lichtreflexe (Fenster- und Beleuchtung). Das ist übrigens alles kostenlos!
Tipps zu Ergonomie an Arbeitsplätzen finden sich hier:
Die Seiten sind (leider) teilweise recht alt. Daraus lassen sich zwei Sachen schließen: Die Inhalte sind immer noch aktuell bzw. Arbeitsplatz-Ergonomie ist nicht wirklich ein aktuelles Thema. Wenn ich mir die Arbeitsplätze im Büro einer Freundin so anschaue, dann denke ich eher letzteres.
Rechtlich gesehen gelten folgende Vorschriften:
Und wenn es schon zu spät ist, dann kann vielleicht die Aktion Gesunder Rücken weiterhelfen.
PS: Eines Tages werde ich mir nochmal den totalen Luxus gönnen: einen höhenverstellbaren Schreibtisch, an dem ich stehend und sitzend arbeiten kann.
Gebrauchsanleitung für E-Mail
Heute hat der Zwiebelfisch freundlicherweise eine Gebrauchsanleitung in acht Kapiteln für die E-Mail-Kommunikation bereitgestellt (bei den schon beschriebenen Schreibschwierigkeiten mehr als sinnvoll):
Die oder das E-Mail, da fängt das Problem schon einmal an. Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum verschicken tagtäglich Millionen von E-Mails, und die meisten sind nicht einmal über das Geschlecht dieser Kommunikationsform im Klaren. Ganz zu schweigen von der korrekten Schreibweise: kleines e oder Großes E, in einem Wort geschrieben oder mit Bindestrich? Ich empfehle in solchen Fällen stets, sich an bestehenden Schreibweisen zu orientieren: die U-Bahn, der O-Saft, das A-Hölzchen, die E-Musik - das würde schließlich auch niemand in einem Wort schreiben. Folglich auch nicht die E-Mail, sonst läse es sich wie das Wort Email, und das hat eher etwas mit Kochtöpfen und Badewannen und weniger mit elektronischer Kommunikation zu tun.
[ via: Spiegel Online ]
[ via: praegnanz.de ]
Die Kapitel befassen sich mit Betreffzeilen (eine Kunst für sich), der Anrede (ohne geht gar nicht), HTML-Mail (wird bei mir unabhängig vom Absender durch den SPAM-Filter automatisch gelöscht), Abkürzungen (IMHO gehören Akronyme halt dazu :), Orthografie (mangelnde Kenntnisse darin scheinen heutezutage ja schon fast gesellschaftsfähig zu sein) und Signaturen (die durchaus sinnvoll sein können).
Leider wird das korrekte Zitieren (Quoten) nicht ausreichend behandelt. Schade, schade, schade.
Schwache Bürokommunikation, die Zweite
Neben Schreibschwierigkeiten gibt es in deutschen Büros noch ein weiteres, mir ebenfalls sehr bekanntes Problem: Präsentationen sind nicht jedermanns Sache. Da hilft auch kein (scheinbar einfach zu bedienendes) Computerprogramm. „Die Form folgt der Funktion.“ – bedeutet in diesem Zusammenhang: Nur wenn ich etwas zu sagen habe und weiß, wie man eine Botschaft transportiert und das Ganze in eine ansprechende Form bringen kann, wird aus einer Präsentation ein Erfolg. – Etwas überspitzter formuliert das Jochen Mai:
ein guter vortrag ist wie eine guter "tatort": der knallige mord zum reinziehn, die jagd zum dranbleiben, zum schluss klicken die handschellen. der zuschauer ist zufrieden. dazu muss man sein thema natürlich vollens beherrschen, es kondensieren und die essenz in plastische (sprach-)bilder übersetzen - die nämlich bleiben bei den zuschauern hängen (ein dutzend blinkende diagramme sicher nicht).
[ via: Jo's Jobwelt ]
Die beschriebenen Extremfälle erlebe ich fast immer bei Marketing-Präsentationen. Dabei entsteht häufig die sogenannte Powerpoint-Ware (die anschließend schnell zu Vapor-Ware zerfällt). Ein Kollege von mir versucht schon seit Jahren einen Powerpoint-Compiler zu schreiben, der die in der Präsentation angekündigten Features in ein reales Programm übersetzt. Es gibt auch schon eine Präsentation zu seinen Fortschritten. ;-)
PS: A fool with a tool is still a fool.

