Gastronomische Qualitätsoffensive in Bingen
In Bingen soll die Qualität der gastronomischen Angebote steigen, u. a. im Vorfeld der Landesgartenschau 2008. Dazu wurde eine gestufte Qualitätsoffensive gestartet: Anregungen sammeln, Qualitätsstandards schaffen, Berater schulen und schließlich die Umsetzung erleichtern und überwachen:
2006 sollen die Themen aus dem Seminar in Workshops vertieft und geübt, aber auch Ideen für die ansprechende Gestaltung von Speise- und Getränkekarten gesammelt werden - was das Layout betrifft und das Angebot: frische Salate, statt Schnitzel Wiener Art mit fettigen Pommes. Vieles stehe noch auf den Karten, was vor 25 Jahren gut war, was heute aber keiner mehr wolle.
[ via: Allgemeine Zeitung Rhein Main ]
„Gut so!“, rufe ich den Bingener zu. Und was das Layout von Speisekarten betrifft: Einfach mal auf der Speisekarten-Seite stöbern ;-)
Längenvergleich und Blog-Qualität
Wenn das so weiter geht, haben wir bald ein neues Maß für die Qualität von Blogs: Die Anzahl von Spam-Trackbacks, die im jeweiligen Blog eingehen. Damit ergibt sich eine ganz neue Form von Längenvergleich:
Im MEX Blog werden 1.000 Spams gemeldet, bei praegnanz.de gerade mal 100. Da liege ich mit meinen 250 aus der letzten Nacht ja auf einem respektablen zweiten Platz. :-) – Wer bietet mehr?
Das Gerrit seine Trackbacks ganz abgeschaltet hat, halte ich für ein völlig falsches Signal. Trackback ist und bleibt ein wichtiges Werkzeug in der Blogosphäre – und zwar nicht nur, um „Finde ich auch“ zu sagen (wie Mario Sixtus wie ich finde korrekterweise bemängelt ;-))
Es abzuschalten würde bedeuten, klein beizugeben und die Deppen gewinnen zu lassen. Das sehe ich nicht ein; stattdessen besser Moderation und nötigenfalls Blacklists einsetzen. Ich bin mir sicher, dass auch dieser Trackback-Spam-Müll eines Tages wieder aufhört. Bis dahin bitte die Zähne zusammenbeißen.
Aber nochmal zurück zum Qualitätsanspruch:
Ja, Mario, es gibt eine ganze Menge Link-Blogs. Auch ich stolpere immer wieder drüber, aber eben nur einmal. Dann wird halt kein Feed abonniert. (BTW: Meine Blogroll enthält derzeitig ca. 130 Feeds.)
Und wo gehobelt wird, da fallen bekanntlich Späne. Soll heißen: Bei mittlerweile 40.000+ deutschen Blogs können natürlich nicht nur journalistische Perfektionisten am Start sein. Das wird sich rütteln, da bin ich ganz sicher. Einfach ein bisschen warten.
Beim Thema mangelnder Schreibkompetenz stimme ich Mario dann aber noch mal ganz explizit zu:
Interessanterweise scheint das ein spezifisches Phänomen deutscher Blogs zu sein. Copy & Paste, vielleicht noch drei, vier Worte, das wars. Woran liegts? Pisa? Formulierungsprobleme? Wortschatz verkifft? Rechtschreibschwäche? Faulheit? Angst? Schüchternheit? Keine Ahnung.
[ via: SIXTUS.NET Blog ]
Denn leider beobachte ich dieses Phänomen nicht nur in Blogs, sondern auch in E-Mails, SMS und sogar in Anfragen bei Expertennetzwerken. Gerade eben vor zwei Stunden bei mir eingetrudelt, z. B. diese Frage:
hallo suche Inforamtioen zu dem Thema PORTALE. Bitte um INFOS Vielen DAnk
Das war der gesamte Text! – Und da sag nochmal einer, wir hätten kein Bildungsproblem. Aus Marios Antwortmöglichkeiten wähle ich nach diesem Beispiel Faulheit (ganz weit oben), gefolgt von Formulierungsschwierigkeiten, ergänzt um ein wenig Reizüberflutung. Kein Wunder, wenn uns die Medien heutzutage weismachen, dass nichts mehr unmöglich und alles ohne Anstrengung erreichbar sei. Wer will da wirklich noch aktiv das Hirn einschalten?
Dem Anfrager von oben habe ich übrigens STFW geantwortet und ihn hierhin verwiesen. (Zur Steigerung der allgemeinen Blog-Qualität könnte man analog dazu ein paar Blog-Eintrag-Gestaltungshinweise verfassen. – Hmpf, muss ich nochmal drüber nachdenken. Aber dank Blogs, Trackback und Kommentaren könnte ja jemand diese Idee aufnehmen. Heute abend bin ich nämlich zu faul dazu :))
Bevor ich noch weiter abschweife und wieder meinen philosophischen Anfall kriege, mache ich lieber Schluß. Würde mich aber freuen, wenn dieser Eintrag kommentiert, weitergesponnen, ausgewalzt, widergekäut, in anderen Blogs zitiert und vielleicht sogar gelesen wird.
PS: So, Mario, war das jetzt in deinem Sinne und/oder zitierfähig? – Danke :)
Qualität ist das beste Rezept
Ich habe gerade ein längeres, sehr angeregtes Gespräch zur Buchbinderei im Allgemeinen und bezogen auf Speisekarten im Besonderen mit zwei ausgewiesenen Spezialisten führen dürfen. Dabei habe ich wieder eine Menge gelernt. U. a. das Qualität sich langfristig eben doch immer wieder durchsetzt. Und das selbständiges Handwerk auch viele interessante Vorteile hat.
Außerdem kann ich jetzt (vor allem nachdem ich all die vielen Referenzprojekte gesehen habe) guten Gewissens eine Buchbinder-Werkstatt empfehlen. Wer also Interesse an außergewöhnlichen, extravaganten, einfach besonderen Speisekarten (nicht nur in Buchform) hat, der mail-de sich einfach bei mir. Die neue Karte könnte sich dann in illustrer Gesellschaft befinden.