Speisekarten-Blog

Die (vielleicht) kreativste Cocktailkarte der Welt

Eingetragen am 2015-04-07 18:49 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Cocktails haben mich schon immer fasziniert. Diese hochpreisigen und dekorativen Produkte schreien ja förmlich nach einer angemessen optisch opulenten Karte. In der Speisekarten-Galerie finden sich auch einige schöne Exemplare. – Aber wie so oft, lerne ich auch nach mehr als 25 Jahren immer noch dazu. Hier das neueste Glanzlicht der Kartenerstellung:

Auf die Idee ein Aufklapp-Bilderbuch draus zu machen, muss man nämlich auch erst einmal kommen. Bei genauerer Betrachtung der Bilder frage ich mich allerdings schon, wie denn die „eigentliche Karte“ aussieht. Denn das Aufklappbuch enthält vielleicht zehn bis zwölf Drinks.

Wie auch immer: Hierbei handelt es sich ohne jeden Zweifel um eine Könner-Karte.

PS: Vielen Dank (wieder einmal) an Wolfgang Mucher für den tollen Tipp.

Speisekarten richtig schreiben – Weinempfehlung

Eingetragen am 2015-02-21 07:56 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Hier mal wieder ein ganz einfacher Trick, der Gästen und Wirten gleichermaßen hilft:

Weinempfelungen einfach im Weißraum zwischen Gerichtsbeschreibung und Preisangabe platzieren. Et voilà, fertig ist die Entscheidungshilfe für den Gast und die Abverkaufshilfe für den Wirt. Win-win. Und so einfach realisiert, dass ich nicht verstehe, warum da nicht mehr Leute drauf kommen,

Post-Privacy-Fan? Lies das …

Eingetragen am 2015-01-03 09:34 von Thorsten Sommer unter #Andererseits.

Für all die Post-Privacy-Fans (und auch alle anderen): Ich bin zwar erst auf Seite 147, erteile aber schon jetzt einen Lesebefehl:

Er versicherte ihr, dass alles, was auf dem Bildschirm gewesen war, öffentlich zugänglich sei, nichts davon irgendwie peinlich, da es sich ja schließlich um eine Auswahl von Sachen handelte, die sie selbst gepostet hatte.

Und Mae wusste, dass das alles stimmte. Sie war nicht wütend über die Enthüllung ihrer Allergien. Oder ihrer Lieblingsrestaurants. Sie gab diese Informationen seit vielen Jahren ungeniert preis, und gerade das – ihre Vorlieben preiszugeben und über die anderer zu lesen – mochte sie an ihrem Onlineleben.

Also was hatte sie an Gus' Präsentation so beschämend gefunden? Sie konnte es nicht genau sagen. War es bloß die Überrumpelung? War es die Punktgenauigkeit der Algorithmen? Vielleicht. Aber andererseits, es war nicht absolut genau gewesen, also war das vielleicht das Problem? Dass eine Matrix von Vorlieben als dein Wesenskern präsentiert wurde, als Ganzes? Vielleicht war es das. Es war eine Art Spiegel, aber er war unvollständig, verzerrt.

Der Circle
Dave Eggers
ISBN 978-3-462-04675-5

Wer es dann immer noch nicht verstanden hat, dem kann ich auch nicht mehr helfen.

Elf Jahre Speisekarten-Blog

Eingetragen am 2015-01-01 von Thorsten Sommer unter #Interna.

… und immer weiter – trotz steigender Konkurrenz durch Speisekarten-Hersteller und sinkender Suchmaschinenpositionen. Meine kleine, feine Seite bleibt bestehen, auch nach elf Jahren.

Gerade mal 28 Blog-Einträgen in diesem Jahr steht der 1.000.000-ste Besucher entgegen. Das ist doch schon mal was :-)

SEO-Maßnahmen? Hmmm, müsste man mal wieder machen. Aber wie ich in einem meiner nächsten Blog-Einträg ausführen werde: Die Speisekarten-Industrie ist größer als man glaubt und schläft natürlich nicht. Die ersten Seiten aller Suchmaschinen sind mittlerweile fast ausschließlich mit kommerziellen Seiten belegt, die Speisekarten-Seite weit auf die hinteren Plätze verwiesen. Deswegen mache ich aber trotzdem weiter. Und freue mich weiterhin über jeden Besucher, jeden Kommentar, jede E-Mail.

Allen, die also bis hierher vorgedrungen sind: Auf ein gutes, glückliches, gesundes und erfolgreiches 2015. Das macht dann das Dutzend voll ;-)

Charlie Chaplin – Der große Diktator

Eingetragen am 2014-12-31 08:23 von Thorsten Sommer unter #Andererseits.

Läuft gerade durch das Netz und hat auch bei mir bei jedem Sehen Gänsehaut erzeugt – Charlie Chaplin als „Der große Diktator“ mit seiner auch heute noch aktuellen Rede:

Es tut mir leid, aber ich möchte nun mal kein Herrscher der Welt sein, denn das liegt mir nicht.

Ich möchte weder herrschen noch irgend wen erobern, sondern jedem Menschen helfen wo immer ich kann; den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen. Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt.

Wir sollten am Glück des Anderen teilhaben und nicht einander verabscheuen.

Hass und Verachtung bringen uns niemals näher.

Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug um jeden von uns satt zu machen.

Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein, wir müssen es nur wieder zu leben lernen!

Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet, und Missgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderben und Blutschuld geführt.

Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt, aber innerlich sind wir stehengeblieben.

Wir lassen Maschinen für uns arbeiten, und sie denken auch für uns.

Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen und unser Wissen kalt und hart.

Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig.

Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen. Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und und Güte.

Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert.

Aeroplane und Radio haben uns einander näher gebracht. Diese Erfindungen haben eine Brücke geschlagen von Mensch zu Mensch, die erfassen eine allumfassende Brüderlichkeit, damit wir alle Eins werden.

Millionen Menschen auf der Welt können im Augenblick meine Stimme hören. Millionen verzweifelter Menschen, Opfer eines Systems, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Unschuldige zu quälen und in Ketten zu legen.

Allen denen, die mich jetzt hören, rufe ich zu „Ihr dürft nicht verzagen!“ Auch das bittere Leid, das über uns gekommen ist, ist vergänglich.

Die Männer, die heute die Menschlichkeit mit Füßen treten, werden nicht immer da sein! Ihre Grausamkeit stirbt mit ihnen und auch ihr Hass. Die Freiheit, die sie den Menschen genommen haben, wird ihnen dann zurückgegeben werden. Auch wenn es Blut und Tränen kostet, für die Freiheit ist kein Opfer zu groß.

Soldaten, vertraut Euch nicht Barbaren an, Unmenschen, die Euch verachten und denen Euer Leben nichts wert ist; Ihr seid für sie nur Sklaven, Ihr habt das zu tun, das zu glauben und das zu fühlen. Ihr werdet gedrillt, gefüttert, wie Vieh behandelt und seid nichts weiter als Kanonenfutter. Ihr seid viel zu schade für diese verwirrten Subjekte, diese Maschinenmenschen mit Maschinenköpfen und Maschinenherzen. Ihr seid keine Roboter, Ihr seid keine Tiere, Ihr seid Menschen! Bewahrt Euch die Menschlichkeit in Euren Herzen und hasst nicht!

Nur wer nicht geliebt wird, hasst! Nur wer nicht geliebt wird. Soldaten, kämpft nicht für die Sklaverei, kämpft für die Freiheit!

Im 17. Kapitel des Evangelisten Lukas steht: „Gott wohnt in jedem Menschen.“ Also nicht in einem oder einer Gruppe von Menschen.

Vergesst nie: Gott lebt in Euch allen, und Ihr als Volk habt allein die Macht, die Macht Kanonen zu fabrizieren, aber auch die Macht Glück zu spenden. Ihr als Volk habt es in der Hand, dieses Leben einmalig kostbar zu machen, es mit wunderbarem Freiheitsgeist zu bedingen.

Daher im Namen der Demokratie: Lasst uns diese Macht nutzen, lasst uns zusammenstehen! Lasst uns kämpfen für eine neue Welt, für eine anständige Welt, die jedermann gleiche Chancen gibt, die der Jugend eine Zukunft und den Alten Sicherheit gewährt.

Versprochen haben die Unterdrücker das auch. Deshalb konnten sie die Macht ergreifen. Das war Lüge, wie überhaupt alles, was sie Euch versprachen, diese Verbrecher!

Diktatoren wollen die Freiheit nur für sich, das Volk soll versklavt bleiben. Lasst uns diese Ketten sprengen, lasst uns kämpfen für eine bessere Welt, lasst uns kämpfen für die Freiheit in der Welt, das ist ein Ziel für das es sich zu kämpfen lohnt!

Nieder mit der Unterdrückung, dem Hass und der Intoleranz.

Lasst uns kämpfen für eine Welt der Sauberkeit, in der die Vernunft siegt, in der Fortschritt und Wissenschaft uns allen zum Segen gereichen.

Kameraden! Im Namen der Demokratie, dafür lasst uns streiten!

Referenz: Servierkunde

Eingetragen am 2014-12-26 18:04 von Thorsten Sommer unter #Referenzen.

In Österreich werden angehende Restaurantfachleute jetzt auch mit Hilfe der Speisekarten-Seite geschult. Im gerade erschienenen Unterrichtsmittel für HLT/HLW/FW-Schulversuchsschulen wird u. a. auf die Speisekarten-Seite verwiesen. Vielen Dank auch an Herrn Mucher (Mitautor) für die freundliche Erwähnung. – Der Titel findet sich jetzt auch auf der Literaturseite.

PS: Nicht unerwähnt bleiben darf leider, dass auch in diesem Buch fälschlicherweise von „Speisenkarten“ die Rede ist ;-)

Links 2014-08

Eingetragen am 2014-11-19 16:08 von Thorsten Sommer unter #Web-Tipps.

OMG! … und Bigotterie.

Speisekarten-Fehler auf Restaurant News

Eingetragen am 2014-11-12 22:09 von Thorsten Sommer unter #Interna.

Auf Restaurant News findet sich seit Neustem auch eine Seite mit „Fehlern, die man beim Speisekarten erstellen so machen kann“. Einige der dortigen Formulierungen und Textteile kommen wir mehr als nur vage bekannt vor.

Ich hätte dem Autoren dieser Seite ja zusätzlich empfohlen auf die Speisekarten-Links für Bilderdienste zu verweisen (statt nur auf ein paar wenige Fotos auf den dortigen Seiten), auf die hier gelisteten Speisekarten-Hersteller (statt nur auf eine einzige, noch ncht einmal auf Speisekarten-Druck spezialisierte Druckerei) und auf meine Software-Tests (statt nur auf eine Link-Bait-Seite eines meiner Einschätzung nach eher dubiosen Software-Hauses). Aber es ist ja jeder seines eigenen Glückes Schmied. Und in Zeiten von SEO ist ja offensichtlich mittlerweile alles erlaubt.

PS: Ach, Alex, was ist aus deinem Kind nur geworden …

Software-Test: must have menus

Eingetragen am 2014-11-11 20:55 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein neues Angebot in dieser Kategorie gefunden (Vielen Dank an Wolfgang Mucher für den Tipp): must have menus ist ein web-basierter Dienst zur Gestaltung von Speisekarten mit direkt angeschlossenem Druckangebot – leider nur in den USA und Kanada verfügbar, aber sicherlich ein Beispiel, was man vielleicht auch in Europa erwarten dürfte.

Das Vorlagenverzeichnis und die Quick Tour machen Lust auf den Dienst. Zumindest was die Möglichkeiten zur optischen Gestaltung von Speisekarten angeht. Einzelne Funktionen sind natürlich wenig überraschend: Musterspeisekarte als Ausgangsbasis wählen, Texte eingeben und formatieren, Farben ändern, Bilder einfügen – alles Dinge, die sich auch in jedem herkömmlichen Textverarbeitungsprogramm finden. Der Mehrwert besteht darin, dass für die entstandene Karte direkt ein Druckauftrag erteilt werden kann. Und auch ins Web soll man direkt publizieren können (wie genau, geht aus der Quick Tour leider nicht hervor.) Die Bedienerführung ist durchaus ansprechend, aber nicht wirklich überragend.

Der Dienst leidet – wie fast alle Dienste dieser Art – darunter, dass man seine Karteninhalte erst einmal mühsam in das vorgegebene Format eintragen muss. Und vermutlich wird man es anschließend auch nicht mehr so einfach da herausbekommen. Wer sich also die Mühe machen will, sollte sich das vorher gut überlegen. Der Aufwand ist recht hoch.

Wenn man also die Bonuspunkte für einen optisch ansprechenden Web-Dienst abzieht, bleibt leider doch wieder nicht viel Nützliches. Den gordischen Knoten der Speisekarten-Gestaltung schneidet must have menus jedenfalls nicht auf. Ich vergebe nur fünf von zehn möglichen Punkten.

Österreich in Panik – die LMIV kommt

Eingetragen am 2014-10-26 10:45 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Ausatmen, liebe Österreicher. Ich glaube, dass ihr bezüglich der LMIV hyperventiliert:

Die Gästeinformation kann auf zwei Wegen passieren: wie von der EU vorgesehen schriftlich neben jedem Gericht auf der Speisekarte. Was aber, wie WK-Gastro-Obfrau und Haubenwirtin Barbara Krenn betont, "oft telefonbuchdicke Speisekarten zur Folge hätte, die bei jeder kleinen Zutat-Änderung neu ausgedruckt werden müssten".

[ via: Kleine Zeitung ]

So heißt es in den „Fragen und Antworten zur Anwendung der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel“ der Europäischen Union (PDF, 228KB) unter anderem:

Im Sinne einer pragmatischen Vorgehensweise könnte durch einzelstaatliche Maßnahmen festgelegt werden, dass genaue Informationen zu Allergenen/Unverträglichkeiten von Stoffen, die bei der Herstellung oder Zubereitung eines nicht vorverpackten Lebensmittels verwendet wurden, dem Verbraucher auf Nachfrage zur Verfügung gestellt werden können, vorausgesetzt der Lebensmittelunternehmer weist an einer gut sichtbaren Stelle deutlich, gut lesbar und gegebenenfalls dauerhaft darauf hin, dass solche Informationen auf Nachfrage erhältlich sind. Hierdurch würden Verbraucher bereits darauf aufmerksam gemacht werden, dass es beim nicht vorverpackten Lebensmittel zu Problemen mit Allergenen/Unverträglichkeiten kommen kann und dass entsprechende Informationen verfügbar und leicht zugänglich sind.

Wie schon beschrieben, sehe ich derzeit noch keinen Anlass zur Veranlassung.

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