Speisekarten-Blog

Zehn Jahre Speisekarten-Blog

Eingetragen am 2014-01-01 von Thorsten Sommer unter #interna.

Tja, so schnell vergeht die Zeit … Heute vor zehn Jahren gab es hier den offiziellen Startschuss für das Speisekarten-Blog.

Zehn Jahre sind jetzt also schon voll. Ist das viel oder wenig? Für mich fühlt es sich recht überschaubar an. Irgendwie habe ich dich gerade erst letzte Woche diese Seiten zusammengestrickt, oder? Wenigstens hat sich der Aufwand damals gelohnt, denn vieles ist bis heute stabil geblieben. Mein selbstgestricktes CMS ist zwar nicht allzu komfortabel, erledigt seinen Job aber immer noch klaglos.

Neben all den Speisekarten-bezogenen Themen hat sich die Kategorie „Andererseits“ im Speisekarten-Blog deutlich breitgemacht. Ich habe zwar keine Ahnung, ob meine dortigen Ergüsse irgendjemanden auch nur ansatzweise interessieren, aber allein der Prozess des Aufschreibens hilft mir selbst, meine eigenen Gedanken zu den Themen zu ordnen. Damit komme ich dem ursprünglichen Sinne eines Weblogs – Tagebuch zu sein – doch wieder recht nahe. Manchmal ertappe ich mich sogar dabei im Archiv zu stöbern und mich über alte Einträge zu freuen, die ich schon vergessen hatte.

Geblieben ist meine Unabhängigkeit. Ich schreibe immer noch wann und über was ich will. Kein Gruppenzwang oder selbstauferlegte Mindest-Posting-Frequenzen. So bleibt der Spaß auch im elften Jahr erhalten.

Denn natürlich geht es hier weiter. Und auch auf Twitter – so als kleiner Snack zwischendurch habe ich mich nämlich auch an dieses kleine Werkzeug gewöhnen können.

In den großen Netzwerken wird man mich hingegen weniger bis gar nicht (mehr) sehen. Meinen Content erzeuge ich hier und poste ihn ggf. dort noch. Aber das hatte ich ja schon gesagt.

Zusammengefasst: Viel Spaß auch 2014ff. mit den Speisekarten-Blog ;-)

Links 2013-12

Eingetragen am 2013-12-18 18:35 von Thorsten Sommer unter #blogosphäre.

Erster Versuch einer kuratierten Link-Liste …

Links kuratieren – dank Felix Schwenzel

Eingetragen am 2013-11-27 13:22 von Thorsten Sommer unter #blogosphäre.

Ganz zu Anfang meiner Blogger-Karriere habe ich mal den Schwenzel gelesen. Dann wurde mir sein Geschreibsel irgendwann zu schwurbelig. Mittlerweile habe ich ihn wiederentdeckt und lese seit ein paar Monaten wieder mit. Und ich stelle fest: So wie er das macht, stelle ich mir die Arbeit eines guten Kurators vor.

Die sehr kurzweilige Aneinanderreihung von (teilweise automatisiert) zusammengestellten Link-Listen, eigener Meinungsäußerung (auch nach Jahren des Schreibens immer noch erfrischend provozierend und scharfsinnig), etwas Persönlichem und viel Allgemeingültigen hat es mir sehr angetan. (@Felix Schwenzel: Bitte weiter so!)

Naja, und da ich gerade seine Link-Listen immer wieder gerne durchstöbere, habe ich mir gedacht: Das kann ich auch. (Für jeden einzelnen Link über den ich so stolpere einen eigenen Eintrag zu verfassen, wird auf Dauer auch langweilig ;-)).

Daher versuche ich jetzt wieder einmal Links zu kuratieren – nach dem Vorbild des Großen Schwenzel. In seiner Frequenz werde ich das in meinem Nischenthema allerdings nicht hinbekommen. Wird wohl eher eine Link-Zusammenstellung pro Monat, oder so. Mal schauen …

Speisekarten-Blog sagt Tschüss

Eingetragen am 2013-06-20 09:56 von Thorsten Sommer unter #blogosphäre.

… zu Genussblogs.net:

Wir haben uns schweren Herzens entschlossen, das Projekt Genussblogs.net zu seinem 7. Geburtstag zu beenden und abzuschalten.

Wir bedanken uns bei allen, die uns über die Jahre hinweg begleitet haben, uns unterstützt haben, uns verlinkt haben, uns geholfen haben, uns gemocht haben, uns in ihren Blogs erwähnt haben und wünschen euch allen weiterhin tolle Ideen für viele tolle Blogartikel!

[ via: Genussblogs.net ]

@Theo und Thomas: Ich weiß eure Arbeit und euer Herzblut in diesem Projekt sehr zu schätzen. Es hat immer sehr viel Spaß gemacht in Genussblogs.net reinzuschauen, daher werde ich es vermissen. Aber: Zeiten ändern sich, Schwerpunkte ändern sich, Notwendigkeiten ändern sich. Daher kann ich euren Entschluss nachvollziehen. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass ihr an anderer Stelle mit anderen Projekten weitermacht. In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal!

Und um vorschnellen Überlegungen vorzugreifen: Das Speisekarten-Blog macht natürlich weiter … auch im zehnten Jahr seines Bestehens ;-)

PS: Genussblogs.net war bisher mein Blogroll-Ersatz. Wohin verlinke ich denn jetzt am besten in die gastronomische Blogosphäre?

Blogosphäre und WWW sind was Feines …

Eingetragen am 2012-12-18 07:34 von Thorsten Sommer unter #blogosphäre.

… wie sonst könnte man so schöne Links finden:

das vorwort von konstantin seibt für ein buch über liveticker steckt so voller goldener zitate, dass ix fast nen fullquotedrang beim lesen bekommen habe. das ist mein lieblingszitat:

„Das Konzept von komprimierter Zeit ist auch das der Grund, warum Leute gern lesen: Sie machen ein blendendes Geschäft. In einer Minute haben sie eine Stunde fremde Denkarbeit oder mehr gewonnen.“

[ via: wirres.net ]

<wohlig-seufz>

Bilder ausgeblendet – Abmahnern sei Dank

Eingetragen am 2012-11-12 17:45 von Thorsten Sommer unter #interna.

Falls sich jemand wundern sollte: Einige Einträge aus meinem Blog-Archiv sind verschwunden, denn mittlerweile sind mir eindeutig zu viele Abmahner unterwegs. Nachdem es gerade langeweiledich.net zerlegt hat, baue ich lieber vor. Auch wenn alle meine Beiträge immer eine Quellenangabe/direkten Link und meinen Bezugspfad („via“) enthalten.

Schade, denn ich glaube auch, dass die Blogosphäre so sehr viel mehr verliert als nur ein paar Bilder und Links. Andererseits passiert hier ggf. etwas ähnliches wie bei der Diskussion rund um das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Denn erst wenn alle Links ersatzlos gestrichen (weil abgemahnt) sind, werden die sogenannte Rechteinhaber feststellen, dass ihre Rechte nichts mehr wert sind, da keiner mehr die entsprechenden Inhalte findet bzw. nutzt. – Anders formuliert: „Liebe Rechteverwerter (Achtung: nicht Autoren!), merkt ihr eigentlich, dass ihr an dem Ast sägt, auf dem ihr sitzt?“

Da hilft es sehr wenig, wenn z. B. die Macher von Spiegel Online alle Blogger gleich kriminalisieren. Stattdessen sind konstruktive Lösungsvorschläge gefragt. Und damit sind wir wieder mitten in der Leistungsschutzrechtsdiskussion (Ihr habt die Petition doch gezeichnet, oder?) und bei der direkten Vergütung der Urheber der Werke.

Und wenn ich nicht sowieso schon sehr wenige Bilder hier einbauen würde, spätestens seit heute verzichte ich bewusst auf alle Bilder und Erwähnungen der abmahnenden Agenturen und Kanzleien. „Nicht-Aufmerksamkeit“ ist meine Art den Abmahnern die Konsequenzen ihres Handelns aufzuzeigen – vielleicht die einzige, hoffentlich eine wirksame. Was meint ihr?

Keine Kommentare, bitte.

Eingetragen am 2012-09-13 12:46 von Thorsten Sommer unter #blogosphäre.

Und dann gibt es da noch die Betriebe, die ihre Karte bei Google+ veröffentlichen, dazu aber keine öffentliche Kritik lesen wollen. Weia. – Wie heißt es so schön: „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.“ – Doch das Web, als Zwei-Wege-Kommunikationskanal, versteht halt nicht jeder. Und das Konzept der freien Meinungsäußerung, obwohl im Grundgesetz verankert, ist auch (noch) nicht jedem bekannt. Naja, die Sache ist nicht der Rede wert. Betrieb und Website werde ich einfach auf meine Ignore-List setzen und gut ist. Erfreulicherweise gibt es genügend andere Betriebe, die für konstruktive Hinweise zu ihren Karten offen und empfänglich sind und nichts gegen eine öffentliche Diskussion derselben haben.

Macht geile kleine Blogs auf!

Eingetragen am 2012-05-05 08:31 von Thorsten Sommer unter #blogosphäre.

Alles auf der Welt verläuft in Kreisen. Dinge kommen, gehen und kommen wieder. Jetzt fällt dem ein oder anderen auf, dass unabhängige Blogs doch Vorteile haben:

Gerade dann wenn wir unser Tun nur noch auf Kanälen streuen, die uns nicht gehören. Facebook, Tumblr, Instagram und alle anderen Comunities haben uns drei Jahre lang beflügelt. Jetzt verkleben sie uns die Augen.

Wir kommen nicht mehr raus. Und das merken wir erst, wenn wieder eine dieser Plattformen für eine Zahl mit zu vielen Nullen verhökert wird und uns plötzlich aufgeht, dass all die Daten, die wir da rein gepackt haben, nicht uns gehören. Deshalb ruft Lobo von Stage 1: Startet Blogs! Recht hat er!

[ via: kritikkultur.de ]

Ja … genau das tue ich hier ja seit über acht Jahren und werde es auch weiter tun. Macht euch mal keine Sorgen, Junx & Madels. ;-)

Auf der erfreulichen Seite stelle ich fest: Es gibt sie vielleicht doch noch, die Blogosphäre. :-)

PS: Ok, meine Einträge schiebe ich neuerdings im Anschluss auch nach Google+, aber das ist ja dann Wiederverwendung in der richtigen Richtung ;-)

Das bekannte, aber vernachlässigte Werbemittel

Eingetragen am 2011-07-18 21:21 von Thorsten Sommer unter #blogosphäre.

Mit dem Titel dieses Beitrages der heldenhelfer bin ich nicht ganz einverstanden, mit dem Inhalt schon:

Die Speisekarte ist Vorverkauf – der Service führt das eigentliche Verkaufsgespräch. Dazu sollten Mitarbeiter im Storytelling geschult werden und die Speisekarte als Kommunikationsinstrument verstehen lernen. Regionales ist angesagt – Geschichten nehmen den Standort in die Überlegungen mit auf. Authentisches, Famiiäres und Traditionelles wird von Gästen geschätzt – Geschichten liefern Infos zu Hintergründen, Herkunft etc. So motiviert die Speisekarte zur Bestellung, zeigt das weitere Leistungsspektrum auf und vermittelt unterhaltsam Philosophie und Identität des Betriebs. Speisekarten, die Geschichten erzählen, sind Botschafter einer Restaurantmarke und damit unverzichtbarer Bestandteil des Gastromarketings.

[ via: die heldenhelfer ]

Der Text mixt Speisekartengestaltung/-erstellung mit etwas Menu Engineering, einigen Meinungen und (nicht belegten) Statistiken:

Rund zwei Drittel der Gäste schauen vor Ihrer Entscheidung ins Netz. Dort entscheidet sich oft, ob der Gast kommt oder zum Mitbewerber geht.

[ via: ebenda ]

Für diese Aussage hätte ich zum Beispiel gerne einen Beleg. Scheint mir etwas sehr aus der Luft gegriffen. Meiner Erfahrung nach schauen im Gegenteil zwei Drittel der Gäste in den Betrieb, vielleicht noch auf die Karte am Eingang, aber nicht ins Netz. (Aber dafür habe ich natürlich ebenfalls keinerlei Belege.)

Laut Gallup sind es übrigens nur 109 Sekunden, die der Gast die Karte studiert und nicht fünf Minuten. Allerdings habe ich das Gefühl, dass alle anderen Gäste in meiner Umgebung das Teil immer noch länger, gefühlt zwanzig Minuten, studieren als ich. Dabei schau ich ja schon intensiv. Aber natürlich auch mit geschultem Auge ;-)

Aber das sind alles Kleinigkeiten im Vergleich zu den ansonsten völlig richtigen Grundaussagen. Daher: Lesen!

PS: Darüber hinaus kommen mir einige Textpassagen übrigens vage bekannt vor. ;-)

109 Sekunden zum Lesen der Speisekarte

Eingetragen am 2010-05-20 18:53 von Thorsten Sommer unter #blogging.

Ich lerne nie aus:

Laut einer Studie des führenden Markt und Meinungsforschungsunternehmens Gallup verbringt der durchschnittliche Restaurantgast allerdings nur ganze 109 Sekunden mit dem Lesen der Speisekarte. Dies ist das Zeitfenster das dem Gastronomen bleibt seine Botschaft an den Gast zu bringen. Die Zeit die dieser benötigt eine Speisekarte zu lesen und seine Entscheidung zu treffen muß dementsprechend geschickt bei der typografischen Gestaltung der Menükarte berücksichtigt werden.

[ via: die Werkbank ]

Einerseits hören sich 109 Sekunden wenig an, andererseits sind das fast zwei Minuten. Da sollte man ich nun wirklich besser eine ordentlich gestaltete Karte zulegen.

Weiter unten in diesem Blog-Eintrag der Werkbank findet sich dann noch diese sehr interessante Analyse von Typografie und Aufbau einer Beispielkarte:

Lesebefehl! (Wie sollte es auch anders sein ;-))

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