Speisekarten-Blog

Gastwirtpfandrecht

Eingetragen am 2013-01-11 20:06 von Thorsten Sommer unter #andererseits.

Schon gewusst?

Das Gastwirt- und Hotelierpfandrecht ist ein gesetzliches Pfandrecht, das dem Gastwirt als Sicherheit für seine fälligen Forderungen gegen Gäste zusteht und sich auf die von den Gästen eingebrachten Sachen erstreckt. Der Gastwirt oder Hotelier darf den bei Nichtbezahlung drohenden Vermögensnachteil durch Pfändung der vom Gast eingebrachten Sachen ausgleichen.

[ … ]

Der Gastwirt hat jedoch das Recht, im Rahmen der Notwehr auch mit Gewalt die Mitnahme der gepfändeten Sachen durch den Gast zu verhindern (§ 32 StGB).

[ via: Wikipedia ]

Also immer besser liquide sein, wenn man eine Gaststätte oder ein Hotel betritt ;-)

Adrià nicht auf der documenta

Eingetragen am 2007-07-01 14:05 von Thorsten Sommer unter #andererseits.

Wäre ja beinahe ein Grund gewesen zur documenta zu fahren, hat sich jetzt aber leider erledigt:

Nun gibt es aber gar keine Adrià-Präsentation, auf der Documenta hängt nur eine einsame Speisekarte von Adriàs Restaurant "El Bulli‘‘, und jeden Tag werden unter den Documenta-Besuchern zwei ausgesucht, die eine Reise ins "El Bulli‘‘ an der Costa Brava spendiert bekommen.

Zur Begründung seines Nichterscheinens sagte Adrià zur Documenta-Eröffnung nur, eine Küche könne man eben "nicht in ein Museum packen‘‘. Egal, nun richtet Kofler in Kassel nicht auf dem Documenta-Gelände, sondern nur auf Aktionen von Hauptsponsoren das Catering aus, und es wird, passend zu Adrià, Molekularküche geben.

[ via: Süddeutsche ]

Neben diesem Hinweis ist aber auch der Rest des zitierten Artikels über die sich verändernde deutsche Esskultur durchaus lesenswert.

tv.gusto – jetzt auch analog

Eingetragen am 2006-02-16 16:32 von Thorsten Sommer unter #andererseits.

Da tv.gusto offensichtlich Anklang findet und mein erster Eintrag dazu hier recht häufig gelesen wird, interessiert wahrscheinlich auch dies:

Das Programm von tv.gusto, dem TV-Sender rund um das Thema „Essen und Genießen“, ist ab sofort in Baden-Württemberg auch analog zu empfangen.

[ via: Gourmet Report ]

Mehr zu tv.gusto immer noch auf der sendereigenen Homepage.

Hafenclub in Wolfsburg

Eingetragen am 2005-09-04 19:30 von Thorsten Sommer unter #andererseits.

Da habe ich mal wieder recht behalten: die Autostadt hat den Lounge-Teil des Supper-Club-Konzepts umgesetzt. Urteil nach meinem gestrigen Besuch: Sehr empfehlenswert. Das Wetter war so gut, dass man mit Blick auf den Hafen entspannt rumliegen, Musik hören und Cocktails schlürfen konnte. Großartig. Wer wie ich auf House und Clubsound steht, muss hier unbedingt hin.

Vorher war ich übrigens im neuen Restaurant der Autostadt, dem Beefclub, essen. Ebenfalls sehr empfehlenswert. Karte folgt in den nächsten Tagen.

Nachtrag 2005-12-04: Leider verwässert das Konzept mittlerweile stark (musikalisch, aber vor allem, was die Gästestruktur angeht). Und der Dresscode des Hafenclubs ist bestenfalls merkwürdig: Blue Jeans, Schlabberlook, T-Shirt und fettige Haare – alles kein Problem. Aber wehe, man hat Schuhe an, die nur ansatzweise sportlich aussehen – was auch immer das bei den Türstehern genau heißen mag – dann prallt man gnadenlos an der Tür ab. Ich hab mir schon ziemlich am Kopf gekratzt, als ich es mitbekam. Dabei hätte ich vernünftig gekleidete Gäste mit Turnschuhen sicherlich einigen von den sonstigen Leuten vorgezogen, die da so rumliefen. – Setzen, Sechs!

Politik mit Speisekarten II

Eingetragen am 2005-08-15 16:19 von Thorsten Sommer unter #andererseits.

Ende letzten Jahres in Berlin, jetzt in Darmstadt:

In Anlehnung an zuvor in anderen Städten – u.a. in Berlin – stattgefundene Aktionen gegen soziale Ausgrenzung und die größer werdende Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich, überreichten die Aktivisten der Gruppe »Die Überflüssigen« den verblüfften Gästen des Nobelrestaurants, darunter der Darmstädter Professor Rürup, selbst entworfene Speisekarten: Darin gegenüber gestellt die Orangerie-Menüvorschläge und die Regelsätze nach Arbeitslosengeld II.

[ via: Neues Deutschland ]

Wer kann mir bitte ein Exemplar der Protestkarte zur Verfügung stellen?

Ansonsten kann ich mich nur wiederholen: Aufmerksamkeit erregen ist sicherlich ein erster Schritt, aber offensichtlich hat es für einen zweiten Schritt (konkrete Vorschläge, besser noch Umsetzungen) immer noch nicht gereicht.

Coke servieren

Eingetragen am 2005-06-12 14:33 von Thorsten Sommer unter #andererseits.

Jetzt eine eisgekühlte Coke – aber schon das Einschenken will gelernt sein, meint jedenfalls der Herstellerbetrieb in seiner neuesten Marketing-Kampagne perfect serve:

Danach folgt der Griff zum Konturglas. Coca Cola sollte man immer eisgekühlt servieren – am besten mit zwei Eiswürfeln im Glas. Die Flasche sollte aus dem Kühlschrank kommen – idealerweise mit einer Temperatur von 4 Grad.

[ via: Forum Gastronomie ]

Genau so soll es sein! Ich mag sie allerdings noch lieber direkt aus der eisgekühlten Konturflasche, die so angenehm in der Hand liegt (und dann am liebsten zum Frühstück :)) Dabei bevorzuge ich die Flaschen mit 2dl oder maximal 3dl, dann bleibt der Inhalt während der Trinkzeit schön kalt.

Im Artikel des Forum Gastronomie wird übrigens von das Cola gesprochen – Österreichischer Tick, Schreibfehler oder bin ich womöglich völlig daneben, wenn ich immer von der Cola spreche?

Rumpelköche beim Fußball

Eingetragen am 2005-05-09 17:46 von Thorsten Sommer unter #andererseits.

Wenn die Gastronomie so funktionieren würde wie die FIFA, hätte sie schon lange keine Gäste mehr – oder ein Kuddelmuddel, wie es Guido von den Kochpiraten sehr amüsant beschreibt:

Zu guter Letzt entschloss sich Guido M., einem interessanten Außenseiter aus dem Maghreb sein Vertrauen zu schenken, der mit Harissa und Merguez durchaus noch Chancen hatte, einige Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen. M. bekam dann auch tatsächlich den Zuschlag für vier Diners beim maghrebinischen Koch (wobei das vierte Essen auch durchaus zu, beispielsweise, einer wilden Rodizio oder einem Shabu Shabu würde werden können, sofern diese sich als schmackhafter erweisen würden). Die Rechnung war sofort fällig. Sollte der Maghrebiner sich nun doch nicht qualifizieren, so würde das Geld fürs Essen zwar erstattet, eine Pauschale für Gedeck und Service jedoch einbehalten. Auch musste vorerst offen bleiben, ob die maghrebinische Küche in einem Gartenlokal, einer rustikalen Schänke oder einem Edelrestaurant serviert werden würde. Die Getränkekarte war ebenso unbestimmt. Pils, Stout, Genever, Chianti oder Tequila: Die Auswahl würde am Ende begrenzt sein; noch war alles offen.

[ via: Kochpiraten ]

Bin ja mal gespannt, ob das Rodizio tatsächlich was taugt und welche kulinarischen Winkelzüge uns in Phase III der Tischbestellung erwarten.

Von Kunden und Königen

Eingetragen am 2005-03-22 21:25 von Thorsten Sommer unter #andererseits.

„Nein“ sagen zu können, ist eine Kunst, die nicht jeder beherscht. Doch selbst Dienstleister sollten es können. Manchmal ist es durchaus berechtigt, angemessen und vielleicht auch notwendig. Das Verhältnis zwischen Gast und Gastgeber sollte nicht ausschließlich vom Gast bestimmt werden. Soweit lehne ich mich gerne aus dem Fenster. – Mit dieser Meinung bin ich nicht alleine: Thomas Jahn hat einige Beispiele in den USA gefunden:

Am Eingang klebt ein riesiges Schild: keine Pizzastücke. Darunter druckte Louise Ciminieri eine Viertel Pizza mit einem Strich durch. Über der Theke hängt die Speisekarte: Pizza. Darunter sind eine Hand voll verschiedener Beläge wie Salami oder Pilze aufgelistet. Sonst gibt es nur noch Getränke. Die Pizzabeläge führten sie widerwillig ein, um „den Leuten einen Gefallen zu tun“, so Louise. Auf keinen Fall kann man zwei verschiedene Beläge auf eine Pizza bekommen. Serviert wird auf Papptellern. Kunden, die keine ganze Pizza schaffen oder Ananas draufhaben wollen, können gleich wieder gehen. „Die sind es nicht wert“, sagt Louises Sohn Vincent Ciminieri und schwingt in aller Seelenruhe einen perfekten Kreis aus dem avocadogroßen Teigklumpen.

[ via: brand eins ]
[ via: Gastgewerbe Gedankensplitter ]

Der gesamte Artikel ist wirklich lesenswert und bestätigt einige meiner Einträge hier. Um sich allerdings so wie die oben beschriebenen Gastgeber verhalten zu können, muss man mehr als nur gut oder von sich selbst überzeugt sein.

Dabei bin ich nicht Gerhards angedeuteter Meinung, dass dies schlecht oder überheblich ist. Denn auch ich habe erfreulicherweise schon Leute kennengelernt, die es sich wirklich leisten können.

TV.Gusto – Wer will nochmal, wer hat noch nicht?

Eingetragen am 2004-09-03 11:30 von Thorsten Sommer unter #andererseits.

Der Kochsender TV.Gusto (siehe auch hier) scheint gut gestartet zu sein – jedenfalls wenn man der Meldung bei der AHGZ glaubt. Und es werden noch weitere Mitstreiter aus allen Bereichen der Gastronomie gesucht.

Wer also Interesse hat, kann sich weiter bewerben: TV.Gusto, Jessica Ständer, Telefon +49 221 560120.

Frage: Wer konnte schon einen Blick auf das Programm werfen und schildert erste Eindrücke?

Nachtrag 2004-11-18: Weitere Informationen zu TV.Gusto (Programm, Kontakt, Rezepte) finden sich auf dieser Website.

Lernen mit Speisekarten

Eingetragen am 2004-01-30 09:00 von Thorsten Sommer unter #andererseits.

In der Vergangenheit habe ich ja schon häufiger Hinweise und Anfragen zu Speisekarten als Lernmaterialien erhalten.

In der aktuellen Klett Edition Deutsch soll von den Lernenden eine Webrecherche auf zwei Speisekarten durchgeführt werden. Eine davon ist die vom Atlas in Hamburg, in dem ich auch schon speisen durfte – und dessen Speisekarte ich demnach ebenfalls besitze. ;-)

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